Wintereinbruch

 

Impression

 

 

Ein jeder Ast schmiegt sich im dicken Pelz,

umhüllt als weißes Winterkleid.

Es wärmt sogar den kleinsten Zweig

und jene Wurzeln tief im Erdenreich.

 

Geschmückt die Landschaft - kristallin,

in sonderbaren Tüchern aufgebahrt,

wie Diamanten ruht das Eis im Schnee.

Es scheint, die Lebenskräfte sind erstarrt.

 

Doch manches trügt des Menschen Geist.

Die Dinge, die sich offenbaren,

sind niemals die im Raum der Zeit,

nur weil sie sich im Licht erfahren.

 

Denn auch das Feuer brennt im Eis.

Es lodert heimlich vor sich hin.

Verheißt es reine Lauterkeit,

die Illusion, sie schmilzt dahin.

 

 

Doreen Malinka

(Auszug aus dem Buch: Pro Lyr)

 

 

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Bildautorin: Doreen Malinka

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Kommentare: 2
  • #1

    Bettina Bradtke (Dienstag, 21 Januar 2014 20:55)

    Liebe Doreen, ja dein "Impression" spricht mir aus dem Herzen. Ich genieße diese Winterboten und freue mich auf weitere. Auch wenn alles ganz plötzlich und unerwartet präsentiert wird, ich habe den Winter heiß ersehnt. Heute Abend werde ich wieder mal in deinem wunderschönen Büchlein ProLyr stöbern, das lohnt sich immer, um den müden Geist zu inspirieren. Für Dich eine lichtreiche Winterzeit. Herzlichst Bettina

  • #2

    E.Rasmus (Donnerstag, 23 Januar 2014 17:23)

    An einem Schneetag

    Einfach nur mal träumen
    Von sonnenlichtem Strand,
    Wo Wogen sanft umschäumen
    Die Seel. In Zwischenräumen
    Berieselt mich der Sand.

    Beim Rausch des Meeresrauschen
    Das unendliche All
    Aufnehmen, Wellen lauschen,
    Auch mit dem Äther plauschen,
    Bezirzt vom freien Fall.

    In Prismen Sternenschweben.
    Der Zukunft nah zu sein
    Und aus den Träumen weben
    Die Harmonie. Schmilzt eben
    Nicht ein Kristall so fein?